Vortrag: Partnerschaft im Innern – Unsere beiden Hirnhälften in Geschichte und im Alltag gespiegelt

Referent: Prof. Dr. med. Jürg Kesselring

Wir beherbergen zwei Organe in unserm Kopf, sozusagen einen Januskopf und sollten sie möglichst nutzen – eine linke und eine rechte Hirnhälfte. Die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen oder wie wir uns in der Welt bewegen und die Welt beeinflussen, hängt davon ab, welche Hirnseite aktiver ist. Wir können lernen zu steuern, welchen Modus des „in der Welt-seins“ wir mehr pflegen und welchen weniger. Dieser Vorstellung liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass alles immer einen Antagonismus insich birgt. Beide Seiten der Dualität entziehen sich einer objektiven Wertung und sind damit weder gut noch schlecht. Eine Zweiheit, Zwiespältigkeit ist im Ursprung allen Wesens und aller Dinge in der Natur angelegt.

Schematisch lassen sich Funktionen den beiden Hirnhälften zuordnen (die Händigkeit ist nicht ein sehr guter Indikator für die „Hirnigkeit“): Rechts: Flexibilität, Breite, Neues, Möglichkeit, Integration, Ganzheit, Kohärenz, Kontext, Individuum, Persönlich, Auf Andere gerichtet, zentrifugal, Sowohl – als auch, Metaphern, Symbole, soziovers. Links: Fokus, Bekanntes, Voraussehbarkeit, Teilung, Teil, Abstraktion, Kategorie, unpersönlich, zielgerichtet, zentripetal, Entweder – oder, Paradox, materiovers.

Albert Einstein schreibt: „Der intuitiv Geist ist eine heilige Gabe… der rationale Geist ist ein treuer Diener… und wir haben eine Gesellschaft kreiert, die den Diener ehrt, aber die Gabe vergessen hat“

Datum und Ort: 

Montag, 06. November 2017 – Institut für Logotherapie und Existenzanalyse, Freifeldstrasse 27, 7000 Chur

Dienstag, 28. November 2017 – Katholische Hochschulgemeinde aki, Hirschengraben 86, 8001 Zürich

Zeit: jeweils 19.00 Uhr

Teilnahmegebühr:    Fr. 20.00